Neustadter Gymnasiasten unterstützen Hilfsprojekt für afrikanische Schulen
Der MSS-Saal des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums (KRG) wirkt wie die Lederwarenabteilung eines großen Kaufhauses. Über 30 Rucksäcke und Schulranzen sind auf den Tischen aufgereiht. Lehrerin Ariane Keil hat eine Sammelaktion für afrikanische Schulen ins Leben gerufen. Vorbild ist ein in Großbritannien entwickeltes Spendenkonzept.
Das Projekt, bei dem die Schüler ihre ausrangierten Schultaschen mit Schulmaterialien, wie Heften, Stiften, Mäppchen, sowie Kleidung, Seife, Zahnpasta und Zahnbürste bestücken, überzeugte auch Eltern und Schüler der angesprochenen Klassen. Vergangene Woche waren die Sechstklässler an der Reihe, in den nächsten Tagen geben die anderen Klassenstufen ihre alten Rucksäcke ab. Sie habe wenig Ahnung von der Resonanz gehabt, gesteht Keil. Bei den sechsten Klassen war es einfach. Keils eigene Klasse, die 6 b, war sofort bereit, ihre Lehrerin nach dem Unterricht beim Packen zu unterstützen.
"Viele Rucksäcke sind schon komplett angeliefert worden. Da müssen wir nichts ergänzen“, erklärt Davina. Aber es fehlen auch noch hier und da Kleinigkeiten, wie Bälle, Löffel oder Schuhe. Eine Spende eines Schülers von Dutzenden Zahnbürsten und Zahncreme deckt bereits diesen Hygienebereich ab. Da die Ranzen erst in einigen Wochen auf dem Seeweg losgeschickt werden und lange unterwegs sind, können keine Nahrungsmittel oder Süßigkeiten eingepackt werden. Zollrechtliche Bestimmungen waren außerdem zu beachten.
Die "alten“ Rucksäcke und Schultaschen sehen noch sehr ordentlich aus. Sie wurden meist nur ausgemustert, weil sie für die vielen Bücher zu klein wurden. Bei manchen Rucksäcken ist dagegen das Design nicht mehr so beliebt: "Wir wollten etwas Flotteres", sagen sie. „Aber wir glauben, dass die Kinder in Afrika froh darüber sind. Sie haben ja oft gar keine Taschen und keine Hefte“, weiß Jonas. Und Sebastian ergänzt: "Wenn die Kleidung nicht genau in der richtigen Größe eingepackt ist, wird sicher untereinander getauscht.“
Mit großem Eifer sind die Kinder dabei, die Rucksäcke richtig zu befüllen, was fehlt, wollen sie am nächsten Tag von zu Hause mitbringen. Gwendolyn trennt sich gerne von ihrem Rucksack: "So wird mein Rucksack weiterverwendet, für mich war er zu klein", sagt sie.
Keil organisiert auch den Transport der Schultaschen nach Mainz. "Eltern nehmen einen Teil mit. Wir müssen jetzt mal abwarten, wie viel zusammen kommt. Ansonsten fahre ich selbst auch nach Mainz. An solchen Kleinigkeiten sollte diese gute Idee nicht scheitern", betont die engagierte Lehrerin. |
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Die Idee zu diesem Projekt ist sehr schön und hilfreich für die anderen Kinder.