
Am Dienstag, 10.2.2026, liest Davide Coppo aus seinem autofiktiven Roman vor Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10-13 in unserer Turnhalle. Die Lesung findet von 12-14 Uhr statt.
Der italienische Autor hat als Jugendlicher selbst erlebt, wie leicht es passieren kann, in faschistische Kreise hineinzurutschen. Er sagt: „Bei mir fing es mit Liebe an. Der Hass kam später.“ In seinem Roman geht es um die autofiktive Geschichte des 14jährigen Ettore, der beim Wechsel von der Grundschule (nach der 8. Klasse in Italien) ans Gymnasium in eine neofaschistische Szene gerät, ohne dies je geplant zu haben.
In dieser Szene findet er Gemeinschaft, Anerkennung und scheinbar auch einfache Antworten auf komplexe Fragen. In stilistisch nüchterner Sprache erzählt Coppo von Ettores zunehmender Radikalisierung. Der Lesende erlebt den Wandel Ettores von seinem 14. bis 18. Lebensjahr aus dessen Sicht retrospektiv mit. Weder Familie, Freunde noch Lehrkräfte verhindern das Abkapseln Ettores. Auf dem Höhepunkt seiner Radikalisierung wird der einst schmächtige, an sich selbst zweifelnde Junge zum Gewalttäter, der sich vor Gericht für seine Tat verantworten muss.
Die Lesung wird von Schülerinnen und Schülern des Deutsch Leistungskurses 12 moderiert. Sie diskutieren mit Coppo über Verantwortung, alternatives Handeln, Verführbarkeit und demokratische Grundwerte. So integriert sich in Veranstaltung in das Konzept „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an die Schülerinnen und Schüler der 10. bis 13. Jahrgangsstufen, aber auch an das Kollegium sowie interessierte Eltern und Angehörige. Die Lesung ist für Jugendliche kostenfrei. Spenden der erwachsenen Teilnehmenden sind erwünscht.
Unsere Schule konnte diese Lesung vor allem durch die Unterstützung des Vereins Literatur und Musik Speyer organisieren. Wir danken ganz besonders Frau Stuck. Auch gilt unser Dank den Dolmetscherinnen der Uni Germersheim, die für die Übersetzung zwischen Italienisch und Deutsch sorgen.







